maximilian rudolph


Coding / Music / Life

Creative and ambitious, tech-savvy student from Hamburg, Germany.


Kingship and Government Between Macbeth and Trump

2021-01-20

The way Trump leads his “kingdom”is debated, and rightfully so. The relatively apparent parallels between his and Macbeth’s leadership are both amusing and extremely unsettling. Until nowat least, it’s January 20th and Joe Biden is taking office today.

Anyway, you couldn’t exactly say “Trump is like Macbeth” but their way of leading their people is in part quite similar.

Masculinity, or the lack of it, played an important role in Macbeth and other Shakespeare plays. And it is a big factor for President Trump as well. Despite the very present gender and equality debate, Trump encourages and promotes male stereotypes and macho behaviour. His whole political career is built on obsolete male stereotypes and the corresponding subordinating female ones. In the play it’s Lady Macbeth that uses masculinity as leverage against her husband, not the leader using it as leverage against an entire population. However, the motif stays the same.

What can also be seen as a similarity is the evolution of the leaders both in Macbeth and in the USA. Firstly, the contrast between the ideal king “Duncan” from Shakespeare and his successor Macbeth is intentionally drastic. Something similar, however not equal, can be said for the change from Obama to Trump. While Obama was by far no ideal president, the contrast to Trump almost makes you think hewas.All of that on top of the obvious corruption present in both leaderships.These similarities seem alarming, especially because it’s most of Macbeth’s negative traits that compare very well to Trump.

But the difference between the two is probably what’s even scarier to me. While Macbeth had to kill the current king to gain power and thus unrightfully inherited the throne, Trump has been elected. Apart from the electoral fraud allegations against Trump, the people of America have WILLINGLY decided on him, chose him as their leader. This man has gained power in a (more or less) rightful and legal way. That is what’s scary to me. That doesn’t just tell the story of a horrible president but also one of an almost entire population that needs saving.


Braucht Intelligenz ein Gehirn

"Der Blob" - Pecha Kucha

2020-10-07

Einführung

Im Rahmen meines Seminarsunterrichts sollen alle Schüler aus dem Kurs jeweils eine Pecha-Kucha Präsentation halten. Das ist ein spezielles, japanisches Vortragsformat, bei dem die Länge des Vortrags und auch die Anzahl Folien vorgegeben sind. Daraus ergibt sich logischerweise auch eine fixe Dauer für jede Folie. Der Vortrag besteht aus 20s mal 20 Folien.

Die Schwierigkeit ist es, ein Thema vorzustellen, während einem eigentlich die Zeit wegrennt. Dann Erscheint auch noch alle 20 Sekunden eine neue Folie, die zum gesagten passen muss, ggf. die Pointe nicht vorwegnehmen darf und auch nicht volkommen belangslos sein kann - das passiert recht schnell. Die Folien sollen den Vortrag natürlich unterstützen. Diese Schwierigkeiten bei der Präsentation übertragen sich dann ganz direkt auch auf den eigentlichen, gesprochenen Text.

Das Skript, das ich mir für diesen Vortrag (Vorraussichtlich am 19.10.20) geschrieben habe, findet ihr hier. Der Inhalt ist dabei fast vollständig aus einem ARTE-Beitrag entnommen, ebenso wie die meisten Bilder der PowerPoint. In der Aufgabenstellung geht es hauptsächlich um Vortragsweise, Rhetorik, Visualisierungskonzept usw., weniger um den Inhalt.

Downloads zu der PowerPoint-Datei und zur PDF-Version gibt es unter dem Artikel.


Das Skript

Der Mensch hat eine unglaubliche Überheblichkeitshaltung. Man ist beinahe allgemein der Meinung der Mensch wäre grundsätzlich allen Lebewesen überlegen. Viele würden nicht einmal zugeben, dass wir Tiere sind. Wir seien die einzigen Lebewesen, die rational denken, komplexe Überlegungen treffen, reflektieren, lügen, lernen.

Was bedeutet Intelligenz?

Forscher erweitern diese Definition noch um die Fähigkeit Probleme zu lösen und die Fähigkeit zu kommunizieren. Aber sie sagen auch, dass einfach die Fähigkeit zu überleben eine gewisse Intelligenz fordert. Was würden sie also denken, wenn ich ihnen sage, dass es eine Art Pilz gibt, die intelligent ist?

Was ist der Blob?

Physarum Polycephalum, auch „der Blob“, ist eigentlich gar kein Pilz, sondern ein Einzeller, der unter Pilzen lebt. Er hat zwar mehrere Zellkerne, aber, und das macht ihn trotzdem zum Einzeller, nur eine Zellmembran. Und er kann wandern. Er breitet sich gleichzeitig, ein bisschen wie eine Pfütze, in alle Richtungen aus und „eliminiert“ die Teile von sich, die ihn nicht „weiter“ bringen. So entsteht eine langsame Bewegung. Er schafft bis zu vier CM in der Stunde. Er besteht vor allem aus einem Netz von Venen, die Nährstoffe und "Informationen" in ihm transportieren. Sie verbinden Nahrungsquellen und sind sozusagen die Arme des Blobs.

Was kann der Blob denn?

Er ist ein Ernährungsgenie. Wenn es eine Nahrungsquelle gibt, die ihm die perfekte Nährstoffkonzentration bietet, entscheidet er sich dafür. Alle Venen, die zu anderen Nahrungsquellen führen braucht er dann nicht mehr. Was aber, wenn die perfekte Nahrungsquelle nicht zur Verfügung steht?

Das, was vielen Menschen große Schwierigkeiten bereitet, die ausgewogene Ernährung, hat der Blob perfektioniert. Er stellt sich die perfekte Ernährung selbst zusammen. Mit seinem Venennetz verknüpftf er verschiedene Nahrungsquellen. Dabei stellt er mit der Größe der Venen die Menge der jeweiligen Nahrung ein. So kann er sich seine Nährstoffe perfekt zusammenstellen.

Auch den kürzesten Weg zu dieser Nahrung zu finden ist für ihn kein Problem. Dazu hat man ein Experiment mit Labyrinthen gemacht. Am Ein- und Ausgang liegt jeweils eine Haferflocke, sein Lieblingsessen. Der Blob erkundet zuerst das Labyrinth, eliminiert dann aber alle Venen, die die Nahrungsquellen nicht auf dem kürzesten Weg verbinden.

Setzt man den Blob dann ein zweites Mal in das Labyrinth wird er es nicht noch einmal neu erkunden. Warum, ohne Gehirn kann er sich ja keine Wege merken, oder? Eigentlich schon. Er hinterlässt beim "Wandern" eine Schleimspur, die ihn daran hindert eine Stelle zwei mal zu passieren. Die Forscher nennen das "externes Gedächtnis".

Auch seine Fähigkeit Venen, die für sein optimales Wachstum unwichtig sind zu eliminieren zeugt von Intelligenz, weil er nach Effizienz "strebt". Es gibt noch ein weiteres Experiment, bei dem die Forscher die Effizienz der Blob-Pfade mit denen des Menschen verglichen haben. Sie haben eine Karte des japanischen Schienennetzes genommen, eines der besten der Welt, und dort auf jeden Knotenpunkt eine Haferflocke gelegt. Der Blob wanderte über die Karte, erkundete erst alles, baute dann Venenverbindungen zwischen den Haferflocken auf und eliminierte die Teile von sich, die ineffizient waren. Das Netz des Blobs stimmte danach fast eins zu eins mit dem japanischen überein. Man könnte also meinen, er kann es mit unseren besten Ingenieuren aufnehmen.

Aber nicht nur so kann er sich Dinge "merken". Der Blob hasst eigentlich Salz, aber er kann sich daran gewöhnen. Auch dazu gab es ein Experiment. Schickt man ihn über eine Brücke, die mit Salzlösung benetzt ist, braucht er viermal so lange, wie sonst für die gleiche Strecke. Wenn man ihn dann ein zweites Mal darüber schickt, ist er ein klein wenig schneller.

Schickt man ihn dann noch ein drittes, viertes und fünftes Mal darüber, ist er danach genauso schnell, wie wenn kein Salz auf der Brücke ist. Diese Gewöhnung nennt man Habituierung. Video, in dem die Blobs die Brücken überqueren Denkt dran, das ist ein Einzeller.

Diese Fähigkeiten sind aber nicht nur für den einen Blob sinnvoll, der die Brücke überquert hat. Blobs können, wenn auch fundamental anders, als wir Menschen, kommunizieren. Das tun sie, indem sie sich fusionieren. Sie wandern aufeinander zu, treffen sich, öfnnen ihre Zellmembranen, verschmelzen und tauschen Erbinformationen, Flüssigkeiten aus dem Venennetz usw. aus.

Dadurch haben sich dann beide Blobs auch an Salz gewöhnt. Wie genau diese Informationen gespeichert werden ist unklar. Man weiß aber, dass der Blob sich auch an das Salz gewöhnt, wenn man ihm die Salzlösung spritzt.

Ist der Blob intelligent?

Zurückgreifend auf unsere kurze Definition von vorhin, lässt sich die Frage ganz einfach beantworten. Er erfüllt beinahe alle Kriterien. Natürlich kann der Blob keine Websites Programmieren, geschweige denn lesen oder schreiben. Und auch sein Pathfinding-Algorithmus ist wesentlich lamgsamer und ineffizienter, als unsere.

Aber er ist eben in der Lage aus Erfahrungen und aus geschehenem zu lernen. Er löst Probleme, wie zum Beispiel das Labyrinth, er kommuniziert mit anderen Blobs, gibt Erfahrungen weiter und merkt sich seine Wege. Man kann sich denke ich sehr gut vorstellen, was für ein Durchbruch diese Erkenntnisse bedeutet haben.

Natürlich ist die Intelligenz des Blobs nicht mit der unseren zu vergleichen. Er lügt nicht und im Vergleich zu uns sind die Probleme, die er löst auch nicht wirklich komplex. Er kann nicht pro und contra abwägen, sich differenzierte Meinungen bilden. Aber er besteht ja auch nur aus einer Zelle, jeder von uns aus rund 30 Billionen.

Eine einzige Zelle... Video-zusammenschnitt von random Blob-footage

Ich stelle mir ungerne vor, was passieren würde, wenn es 7,7 Milliarden mal 30 Billionen Blobs geben würde... Das muss man sich mal ausmalen... 2 x Bildschrim voller Blobs (offensichtlich getiled)


Den Download zu der zugehörigen PowerPoint-Datei findest du hier: Der Blob - Pecha Kucha.pptx

Oder hier, ohne videos, als PDF: Der Blob - Pecha Kucha.pdf